Geschichte

Im Mündungsgebiet von Elbe und Oste siedelte schon vor Christi Geburt ein germanischer Volksstamm, die Chauken. Die Flachlandsiedlungen auf den Wurten bestanden bis in das 12. Jahrhundert. Damals begann die planmäßige Kultivierung von Marsch und Moor; es entstanden die Deiche mit den Schleusen für die Be- und Entwässerung des Landes, die Fleets, die Wettern und Gräben.

Der Ort Osten wurde 1220 erstmals urkundlich erwähnt. Er befand sich im Besitz der Ritter von der Osten als Lehensnehmer des Erzstifts Bremen. Noch vor 1250 wanderten jüngere Söhne der Familie nach Pommern aus und wurden dort ansässig. Die bis heute bestehende Familie führt in ihrem Wappen die Wellen der Oste und den bremischen Schlüssel. 1391 wurden in einer schweren Sturmflut Fährweg, Schleuse und Kirche schwer beschädigt. Von 1450 bis 1650 war dann die Familie von Rönne mit Osten belehnt. Anschließend erwarb es der schottische Abenteurer Andreas von Melville, dessen Tochter Charlotte Sophie 1690 Alexander von der Schulenburg heiratete. Das Rittergut, im Ortsteil Altendorf gelegen, kam daher 1748 auf dem Erbweg an die Grafen von der Schulenburg, die es bis heute bewirtschaften.

Im Jahre 1526 wurde Osten evangelisch. 1717 gab es bei der Weihnachtsflut in Osten 17 Todesopfer. 1773 zerstörte eine Feuersbrunst insgesamt 42 Häuser. Im Jahre 1852 wurde der zunehmenden Bedeutung des Ortes mit der Einrichtung des Königlichen Amtes Osten und des Königlichen Amtsgerichts Osten Rechnung getragen. Der Ort erhielt 1881 mit dem Bahnhof Basbeck-Osten (heute Hemmoor) Anbindung an die Eisenbahnstrecke Hamburg–Cuxhaven. Im Zuge der preußischen Verwaltungsreform entstanden 1885 aus den Ämtern Osten und Neuhaus der Kreis Neuhaus an der Oste, wodurch Osten politisch an Bedeutung verlor. 1909 wurde mit der Schwebefähre eine besondere Flussquerung eingeweiht, die zum Wahrzeichen des Ortes wurde. Die heutige Gemeinde Osten wurde durch die niedersächsische Gemeindereform am 1. Juli 1972 aus den bis dahin selbständigen Gemeinden Osten, Altendorf und Isensee gebildet.[2] Das Amtsgericht Osten wurde 1973 nach 121 Jahren aufgelöst.

 

Sagen und Legenden

Zu den Sagen und Legenden mit Bezug auf Osten gehören:[9]

  • Der Galgen an der Sietwende
  • Der Taternblock in Isensee
  • Der Müller von Altendorf
  • Der Teufel und der Kartenspieler

 

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Osten_(Oste)